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Excellentia
Ce disque est incontestablement un des plus beaux consacrés ces derniers temps à Franz Schubert. Il tourne autour de la fameuse sonate 'Arpeggione', la 'guitare d'amour' réalisée par Johann Georg Stauffer qui devaient être un pont entre deux catégories d'instruments. Mais faute d'intérêt des musiciens, c'est un instrument devenu introuvable ou presque. Aussi, les interprètes ont-ils les plus souvent recours au violoncelle, parfois à l'alto, sinon à la guitare.
Le viloncelliste Jean-Guihen Queyras et le pianiste Alexandre Tharaud ont contruit autour de cette sonate, un programme d'une rare intelligence et ils la jouent avec une sensibilité et une maîtrise exceptionnelle. Tout est juste, tout est vrai.
La Sonate Arpeggione est une ouevre-clé de la musique de chambre de Schubert après sa maladie désastreuse, la syphillis. A partir de là, la mort se collera à ses trousses, et Schubert en est pleinement conscient. Malgré la luminosité de sa musique, la mélancolie prime, et l'angoisse apparait...
Pour approfondir la quitessence de cette oeuvre, les deux interprètes l'entourent de transcriptions excellemment réussies de la Sonatine pour piano et violon(celle) D.384, ainsi que de lieder du maître, deux extraits de 'Die schöne Müllerin': 'Das Wandern', 'Ungeduld', de même que 'Die Vögel', 'Wiegenlied', et l'extraordinaire 'Nacht und Träume', le lied préféré de Samuel Becket qu'il a intégré dans une ultime prièce pour la télévision.
Prolongeant la méditation, les deux magnifiques interprètes y ajoutent deux oeuvres maîtresses de deux pionniers de la Seconde Ecole de Vienne: 3 petites pièces pour violoncelle et piano op.11 d'Anton Webern et 4 pièces op.5 pour violoncelle et piano d'Alban Berg.
Ces deux musiques donnent au CD une profondeur encore différente. Elles montrent les filiations ténues d'un siècle à l'autre dans cette Vienne de la musique qui a produit tant de génies et elles démontrent que les interrogations de Schubert sont éternelles, donc, actuelles, donc, les nôtres. GW
Pizzicato Mars 07
Supersonic
Live 1963
Wer 2007 eine CD wie diese hier in seinen Player legt, begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, zumal wenn er mit Hans Knappertsbuschs Dirigierstil nicht vertraut ist. Doch hat sich der Hörer erst einmal an Bord des auf mächtigen Klangwellen wogenden Schiffes gehievt, fühlt sich auch gleich sehr wohl. Zu derart langsamen Tempi würde sich heute kein Dirigent mehr trauen. Und es muss tatsächlich wohl ein Mann vom Format eines Knappertsbusch sein, um die Musik so am Leben zu erhalten, um die Expansionsfähigheit der Musik so zum Wirken zu bringen. 'Kna' schafft damit eine ganz besondere Sphäre orchestralen Ausdrucks und kann diese trotz der für uns so ungewöhnlichen Tempi organisch völlig verschmelzen. Einmalig das beseelte Pathos dieser nie triefenden Interpretation, einmalig die Kantabilität des zweiten Satzes, einmalig die Stimmungsumschwünge, einmalig der majestätisch-heroische Elan der beiden Ecksätze! Sehr feierlich erklingen danach die Haydn-Variationen in einem Tondokument, dessen Wert nicht hoch genug einzuschätzen ist, weil es uns, genau wie jenes der dritten Symphonie, in eine andere Welt entführt, in eine Welt des Interpretierens, dem unsere Zeit nichts Vergleichbares entgegenzusetzen hat. Und dabei entstanden diese Aufnahmen 1963, zu einem Zeitpunkt also, als Karajan seinen ersten Berliner Brahms-Zyklus aufnahm und an den Antipoden dessen, was 'Kna' machte, den Brahms dirigierte, der heute noch Gültigkeit hat. RH
Pizzicato Mars 07
Supersonic
S.Rachmaninov - 6 moments musicaux Op.16
M.Moussorgsky - Tableaux d'une exposition
La pianiste russe Lilya Zilberstein pose ici un regard pensif sur les Tableaux d'une exposition de Moussorgsky. Tous les éléments ressortent clairement et bénéficient d'une sonorité de velours et d'une gestique ample, posée. l'absence d'éclats superficiels lui permet d'approcher la partition avec une profondeur où chaque couleur, chaque sentiment trouve sa place. Laissant entrevoir par instants une simplicité enfantine, la pianiste passe ensuite à des moments d'une intensité et d'une puissance absolument étonnantes, créant une gigantesque fresque sonore qui fait presque oublier le succès de la version orchestrale de Ravel. En prélude, Lilya Zilberstein propose les Moments musicaux op.16 de Rachmaninov qui, s'ils répondent à une commande 'de jeunesse', scintillent d'une poésie et d'une palette d'atmosphères qui portent incontestablement le sceau de ce compositeur pianiste virtuose. itb
Pizzicato Mars 07
Supersonic
Es kommt relativ selten vor, dass ich von einer Aufnahme auf Anhieb so begeistert war, wie von dieser Gesamteinspielung der 10 Violinsonaten von Ludwig van Beethoven. Gegen die jugendliche Frische und die scheinbare Mühelosigkeit, Beethovens Musik bis in alle Winkel auszuleuchten, sehen selbst Altmeister wie Yehudi Menuhin und Wilhelm Kempff oder Josef Szigeti und Claudio Arrau alt aus. Vergleicht man diese doch legendären Solisten mit der jungen Generation, so hört man ganz gut, wie sich die Ansätze geändert haben. Der traditionelle Beethoven, der aus einem anderen sozialen und vor allem kulturellen Umfeld der Menschen hergekommen ist, scheint definitiv tot zu sein.
Die jungen entdecken Beethoven & Co. nicht mehr über die Schiene des Bildungsniveaus, der Literatur oder eines bürgerlichen Traditionsbewusstseins, sondern scheinbar einfacher, direkter. Kulturelle, sprich elitäre, Grenzen scheinen einzubrechen und die Newcomer beweisen, und das recht gut, dass man Musik einfach durch Musik entdecken kann, egal, ob man Heine und Goethe gelesen hat oder aus einer Familie stammt, bei der Hausmusik gemacht wurde. Was uns der Punker Nigel Kennedy vor einigen Jahren bereits angedeutet hatte (und was von der intellektuellen Basis belächelt wurde) scheint sich nun definitiv durchgesetzt zu haben. Corey Cerovsek, Violine und Paavali Jumppanen, Klavier, beide Mitte Dreißig, der eine aus Frankreich, der andere aus Finnland stammend, legen hier eine Gesamteinspielung der 10 Beethovensonaten vor, die sich gewaschen hat. Man weiß nicht, was man als erstes loben soll, die ungemeine Virtuosität und technische Versiertheit der beiden Künstler, ihr frisches, kühnes Vorwärtsdrängen, ihr wunderbar ausgewogener Dialog, die Homogenität ihres Zusammenspiels, die federnde Leichtigkeit und das Brio, die absolute Sicherheit ihres Vortrags oder einfach nur die wunderbaren Klangwelten, die sie erzeugen. Ja, dies ist ein Beethoven zum Anpacken, ein Beethoven für die Ewigkeit und mit Sicherheit, eine genialsten Kammermusik-Einspielungen der letzten Jahre. Steff
Pizzicato Mars 07
Supersonic
A.Dvorak - Streichquartett No.13 op.106
L.Janacek - Streichquartett No.2 'Intime Briefe'
Gegrüßt seien Natalia Prischepenko, Heime Müller (Violinen), Volker Jacobsen (Viola) und Eckart Runge (Cello): Ihr Quartett, nach der griechischen Göttin der Jagd benannt, macht tatsächlich Jagd auf Preise und Anerkennungen, vor allem aber auf Neudeutungen bekannter Werke und Förderung des weniger Bekannten.
Mit dieser CD auf der zwei kostbare Spätwerke von Janacek (1854-1928) und Dvorak (1841-1904) eingespielt sind, schaffen die vier Musiker neue und originelle Auseinandersetzungen, die aufhorchen lassen. Obschon die Musiker nicht zögern, völlig aus sich herauszugehen und 'Gefühl zu zeigen', so vermeiden sie doch jede Romantisierung. Im Gegenteil: Sie bescheinigen Dvoräk seine natürliche Musikalität, sein selbstverständliches Musikantentum, fußend auf dem Volksliedhaften. Sie beweisen aber vor allem, welch ein bedeutender Meister der Form er war, wobei die Form nicht Selbstzweck, sondern die Grundlage ist, Menschliches, Allzumenschliches auszudrücken. Das gilt in noch höherem Maße für die 'Intimen Briefe' von Leos Janacek, deren dramatische Menschlichkeit bloßgelegt wird: Des 63 jährigen Janaceks 'coup de foudre' für die 38-jährige Kamilla Stösslova hat der Komponist hier offen gelegt. «Hinter jedem Ton stehst Du, lebhaft, nahe, strahlend vor Liebe», schrieb er Kamilla. Jeder Ton sagt aber auch den Verzicht, die Trauer um das Unmögliche und um das Ungelebte, denn diese Liebe blieb platonisch. Das Quartett tut dies mit einer bisher kaum gehörten Radikalität. Dieses Werk voller Leidmotive kann man in seiner fabelhaften Interpretation nur mit tiefer Anteilnahme hören, zum al die CD auch technisch makellos ist und die gespannte Dynamik voll zur Geltung kommt. GW
Pizzicato Mars 07
Supersonic
Gleich an zwei Fäden seiner musikalischen Laufbahn knüpft Paul McCreesh mit seiner neuesten Veröffentlichung an. Zum einen setzt er eine Reihe von Einspielungen fort, die er mit den Venetian Vespers begonnen hat und die seinen Ruhm als musikwissenschaftetenter kreativer Geist begründete. Zum anderen knüpft er aber auch an seiner Aufnahme der Matthäuspassion an, in der er Konsequent die Theorie Joshua Rifkins umsetzte, nach der - knapp dargestellt - Bachs Chorkompositionen solistisch aufzuführen sind. Das Ergebnis dieser Herangehensweise ist ein bei allen hochwertigen Vergleichseinspielungen einzigartiges Klangbild, das sich durch seine Transparenz und durch die Wirkkraft der instrumentalen und vokalen Klangfarben hervorhebt: verstärkt wird dieser Effekt noch durch die Tatsache, dass McCreesh bewusst nur dort Instrumente eingesetzt hat, wo sie von Monteverdi gefordert werden. Darüber hinaus ist McCreesh davon ausgegangen, dass Monteverdis Veröffentlichung, wie auch seine spätere Selva MoraLe eher als Sammlung liturgischer Kompositionen denn als durchgehende Anlage zu betrachten sind. Die Werke wurden umgruppiert, um - wie schon bei vielen seiner früheren Aufnahmen - dem Ablauf einer historischen Vesper, mitsamt gregorianischen Antiphonen, gerecht zu werden. Dazu wurden auch einige Instrumentalwerke von Zeitgenossen Monteverdis in das Programm aufgenommen, die kleine Glanzpunkte der ersten CD darstellen. Dass Einspielungen des Gabrieli Consorts in der Regel echte Meisterwerke in Sachen klanglicher VielfaLt und Ausnutzung aller besetzungstechnischen wie räumlichen Möglichkeiten sind, ist sicher keine Neuigkeit. Bei seiner Einspielung von Monteverdis Marienvesper, die im vergangenen Sommer bereits beim Londoner Spitalfields Festival ein enormer Publikumserfolg war, fügen sich jedoch die Qualitäten zu einem teils atemberaubenden Ganzen zusammen: in dem 'himmlisch' verklärten Ave Maris Stella oder in Passagen des Magnificat, wo dem Werk ganz neue, meditative Seiten abgewonnen werden, ebenso wie in dem - trotz aller Reduktion - triumphal-ausladenden Lobpreis der Eröffnung oder der Doxologie des Magnificat. Insgesamt erstaunt die CD vor allem damit, dass Mc Creesh und seinem Ensemble hier das Kunststück gelungen ist, einem der zentralen und bestens erschlossenen Repertoirebestandteile der Alte-Musik-Praxis ganz neue Seiten abgewonnen zu haben. ejh
Pizzicato Mars 07
Supersonic
Mirjams Siegesgesang D.942
Gott im Ungewitter D.985
Der 23. Psalm D.706
An die Sonne D.439
Coronach D.836
Hymne an den Unendlichen D.232
Gott der Weltschôper D.986
Es erstaunt weiterhin, wieso die mehrstimmigen Werke Schuberts, die als Chorwerke, resp. Quartette und Quintette dargeboten werden können, immer noch nicht besser bekannt sind. Sie gehören schlechthin zum Schönsten, das der Komponist überhaupt geschrieben hat, denn sie gehen auf das zurück, was Schubert das Kostbarste war: Freundschaft und Geselligkeit. Wir haben bereits vor kurzem (Oktober 2006) auf diese wunderbare Musik im Zusammenhang mit dem Ensemble 'Schubert hoch vier' hingewiesen und unser Glücksgefühl darüber ausgesprochen. Nun erscheint unter dem Label Profil erneut eine Edition, die bereits 1987 veröffentlicht wurde, und dank der Konzeption von Frieder Bernius den Akzent auf das Chorsingen legt. Das geschieht mit einer Sensibilität und einem freudigen Engagement, die den Hörer zutiefst berühren. Es muss ja auch wiederholt werden, dass der Kammerchor Stuttgart einer der besten Deutschlands ist, und der Dirigent, der auch bei uns kein Unbekannter ist, ein derart hohes Niveau, eine solche gesangliche Homogenität und Expressivität erreicht hat, dass sein Dienst am Chorwerk von Franz Schubert exemplarisch ist. Man sollte auf jedenfalls die beiden Einspielungen ... und noch einige andere, so die der 'Singphoniker'... besitzen. GW
Pizzicato Mars 07
Supersonic
Orchestral Works 1985 - 1991
Diese beiden CDs mit sieben Orchesterwerken von Toru Takemitsu geben einen sehr guten Einblick in das Schaffen des japanischen Komponisten. Meditative Klänge und eine typisch japanische Klangsprache sind omnipräsent, aber dominierender ist wohl die einmalige Kunst Takemitsus, Melodien und Töne zu einer meditativen und transzendentalen Klanglandschaft quasi zu verzauberen und den Zuhörer in jedem Werk in einen anderen Garten der Klänge zu führen. Dies ist Musik für die Sinne und ihrem Zauber kann sich kaum einer entziehen. Dass sich aber auch westliche Einflüsse in Takemitsus Werken einfinden, versteht sich von selbst, sieht der japanische Komponist sich doch als 'Schüler' der Neuen Wiener Schule und der europäischen Avantgarde. Sein wichtigster'Lehrmeister' aber war Claude Debussy. Die Interpretationen durch Hiroshi Wagasugi und das Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra werden Takemitsus Visionen in jedem Punkt gerecht und die Natürlichkeit, mit der sie diese Musik zu vermitteln wissen, spricht für sich. Wer die Musik von Toru Takemitsu, der übrigens Autodidakt war, noch nicht kennt, findet mit diesem Doppelalbum einen idealen Einstieg in eine wirklich phantastische Klangwelt. Steff
Pizzicato Mars 07
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