Critiques Septembre 08

Excellentia

German Baroque Cantatas: G.F. Telemann, J.C. Bach, D. Buxtehude, N. Bruhns, J.S. Bach; Gli Angeli Genève, Stephan MacLeod; 1 CD Sony Vivarte 88697225032; 02/07 (71’14)

Submergé par les bons disques, le critique musical risque de devenir un rédacteur blasé qui sombre, si non dans la dépression du moins dans la routine, qui à l’instar de Charybde et Scylla, sont deux dangers dont à ce jour l’on ne sait pas encore lequel est le plus affreux. Et c’est dans cette surenchère d’excellence, de perfection artistique, et cette marée effrayante de beautés musicales que se pointe, par-ci par-là, la production qui sort du lot, la production qui fait perdre la tête au critique et qui, comme le plus simple des néophytes, ne peut sortir qu’un grognement inarticulé que les auteurs de bandes dessinées traduisent par l’onomatopée 'Wouah'.
Nous avons déjà eu de par le passé, et c’est vraiment là l’immense priviliège du critique, quelques rares disques auxquels nous attribuons très volontiers le statut de 'disque pour l’île déserte'. Bien sûr, ce n’est pas la marginalité ou la rareté du patrimoine enregistré qui fait l’excellence de ce disque: Telemann, Buxtehude, Bruhns et Bach (le grand) sont suffisamment connus du grand public que l’on peut, sans mauvaise pensée, taxer de 'classiques du baroque'. Par contre, ce qui fait l’exception de ce disque, c’est l’excellence de l’interprétation soutenue et rehaussée par l’excellence technique du CD. Une remise en question fondamentale du monde discographique baroque s’impose ici. Alors que de nos jours, tous les musiciens et groupes baroques se lancent dans une course effrénée et folle du 'first recording', que tout un chacun se spécialise dans l’interprétation d’un compositeur dont lui seul sait où se trouve 'le' manuscrit que personne n’a vu, la scène discographique séduit certes par sa très large envergure et sa joie de la découverte, mais elle est très avare en interprétations modèles: c’est comme si le monde symphonique n’avait jamais connu un Karajan. Ce disque commence à combler cette lacune. Bien sûr, Gli Angeli Genève n’ont point encore la renommée du Philharmonique de Berlin, d’ailleurs, nous avons beau scruter notre discothèque, l’ensemble ne s’y trouve pas encore. Et pourtant, à l’écoute de ce CD, beaucoup de choses s’ouvrent devant nous d’une telle évidence que nous ne pouvons que suivre la route qui se dessine devant nos pas. PiRath

Pizzicato Septembre 08


Supersonic

J. F. Fasch: Ouverture grosso en ré, Andante en ré, Concerto en ré, Concerto in si bémil majeur; Tempesta di Mare, Philadelphia Baroque Orchestra; 1 CD  Chandos 0751; 01/07 (59’36)


Peu ou prou connue, la musique de Johann Friedrich Fasch (1688-1758) n’a point à rougir devant celle de ses deux contemporains géants, Bach et Haendel. A la première écoute, un certain 'air de famille' se fait d’ailleurs ressentir, c’est dire que l’on se trouve directement 'entre semblables'. Le langage est d’époque et ne requiert la moindre adaptation. On savoure instantanément. L’ensemble Tempesta di Mare nous en livre une interprétation convaincante et haute en couleurs qui nous éblouit par une opulence instrumentale aussi chatoyante que charpentée. PiRath

Pizzicato Septembre 08


Supersonic

G. Mahler: Symphonie Nr. 10; Wiener Philharmoniker, Daniel Harding; 1 CD Deutsche Grammophon 477 7347; 10/07 (78'00)

Gustav Mahlers Zehnte Symphonie bestand, abgesehen vom ersten Satz, dem Adagio, nur aus Skizzen, als der Meister verstarb. Einige Leute haben daran gearbeitet, am erfolgreichsten Deryck Cooke. Daniel Harding dirigiert die sogenannte Cooke III-Version, Cookes letzte Fassung, 1976 veröffentlicht, an der auch noch Berthold Goldschmidt sowie Colin und David Matthews mitgearbeitet haben. Cooke nannte diese Ausgabe bescheiden 'Performing version', und auch wenn sich seine Partitur durchgesetzt hat und immer öfter aufgeführt sowie aufgenommen wird, gibt es gestrenge Leute, die sie völlig ablehnen, einer der prominentesten davon ist Pierre Boulez, der in diesem Notenmaterial keinen Mahler erkennen will. Ihnen hält Daniel Harding entgegen: "Immer, wenn jemand ein Detail infrage stellt, das merkwürdig oder falsch klingt, stellt sich heraus, dass es von Mahler selber stammt. Die Passagen, die wir ohne Weiteres akzeptieren, sind in der Regel solche, die Cooke ergänzen musste..."
Harding betont auch im Booklet-Text dieser Produktion, dass die Musik dieser zehnten Symphonie sehr extrem sei, modern und unerwartet. Unerwartet wie die Nachricht, die Mahler während des Komponierens erhielt, nämlich, dass sein Frau Alma ihn betrogen hatte. Die Intensität der Reaktion findet sich im ganzen Ausmaß im eigentlich ganz ruhigen und anmutigen Adagio, in jenem dissonanten Schrei-Akkord, den Harding als "reinen Edvard Munch in Musik" bezeichnet und den er nicht kurz nimmt, sondern lang und bohrend, so als blicke der Komponist schon über den Schmerz hinaus, als wolle er den Schmerz heroisch ertragen und bewältigen.
Diesen Drang spürt man im ersten Scherzo, das Harding nervös, aber mit viel Aufbrauchstimmung zeichnet, ehe er das Purgatorio eher ernst und als Reflektion dirigiert. Harding unterstreicht dieses Vorwärtsdrängen, diesen Wunsch des Bewältigens im Kontrast zu andauerndem Zweifeln, Stehenbleiben und dem Ringen um eine neue Wahrheit, und gerade das macht seine Interpretation so unerhört neuartig. Die Teufelstänze im zweiten Scherzo enden gewissermaßen im Nichts, das dennoch den Neuanfang bedeuten könnte.
Hardings Zehnte zeigt diesen Weg vom Todesgedanken zum Licht, von dunkler Begräbnisstimmung zum ätherischen Flötensolo, zum Triumph des Lebens über den Tod, ein Triumph, dem auch böse Reminiszenzen nichts anhaben können. Das Finale als Akt der Befreiung, der Erlösung! Harding führt Mahler dorthin, wo er eigentlich nie angelangt ist, weil sein krankes Herz es ihm verwehrte. Diese Vision und das wunderbare, hingebungsvolle, instrumental luxuriöse Spiel der Wiener Philharmoniker machen diese Zehnte Mahler so außergewöhnlich, so unvergesslich, mehr als alle anderen Interpretationen, die ich davon bisher gehört habe. RéF


Pizzicato Septembre 08


Supersonic

W. A. Mozart: Klavierkonzerte Nr. 21 & 12; Paul Badura-Skoda, Klavier & Leitung, Prague Chamber Orchestra; 1 CD Transart 154; 09/06 (51’51)

Paul Badura-Skodas Interpretationen sind immer außergewöhnliche Erlebnisse, egal ob man mit ihnen einverstanden ist oder nicht. Dass er es fertig bringt, für Aha-Erlebnisse zu sorgen, zeugt von dem großen Können dieses Pianisten. Seine fast 80 Jahre merkt man ihm nicht an. Mozart klingt jung und frisch. Badura-Skoda bleibt jedoch in jedem Takt der Einfachheit verpflichtet und man ist als Hörer immer wieder überrascht, wie er es schafft, diese hundertmal gehörten Werke ohne eigentliches Zutun trotzdem ganz anders erklingen zu lassen, so als würde er alle Möglichkeiten in nur einer versammeln. Hier ein Augenzwinkern, dort eine kleine Betonung, hier eine noch nie gehörte Note, dort eine andere Farbmischung: Badura-Skodas Mozart lebt von Kleinigkeiten, die kaum auffallen, er ist kein Virtuose, der sich in den Vordergrund spielt, vielmehr ist er eine stille Eminenz, ein Wissender, der sich schmunzelnd hinter Mozart stellt und ihm eigentlich nur über die Schulter guckt. Steff

Pizzicato Septembre 08


Supersonic

S. Rachmaninov: Klavierkonzerte Nr. 1 & 3; Barry Douglas, Klavier, Russian State Symphony Orchestra, Evgeny Svetlanov; 1 CD RCA 88697279722; 06/93 (73’49)

Man hat ja nicht oft die Gelegenheit, die Aufnahmen von Svetlanov und seinem Russischen Staatsorchester in brillanter Klangqualität zu hören. Diese RCA-Einspielung aus dem Jahre 1993, technisch nach dem letzten Stand aufpoliert, zeigt überdeutlich, welch genialer Dirigent Svetlanov war und welcher Klangsinn ihm eigen war. Sicher, das Russische Staatsorchester war nie ein sehr präzises oder filigranes Ensemble, aber dieser wuchtige Klang, diese bodenständige Dramatik und diese schier unerschöpfliche Energie mit ihren dunklen, vollen Farben lassen den Hörer an einem ganz ungewöhnlichen Klangerlebnis teilhaben. Man mag nun von Rachmaninovs Konzerten halten was man will, diese beiden Aufnahmen nehmen einem einfach den Atem. Svetlanov dirigiert ungemein inspiriert, lässt sich von den Wellen der Musik tragen und formt sie trotzdem permanent zu einem mitreißenden, aber immer kontrollierten Strom, den das Russian State Symphony Orchestra nach bestem Können in eine einmalige Klanglandschaft einbettet.
Als sensationell muss man auch das Spiel von Barry Douglas betrachten, der hier keine Rücksicht auf Reserven zu holen braucht, sondern beide Konzerte wie unter Starkstrom spielt. Douglas fühlt sich dann auch der großen melodischen Linie weit mehr verpflichtet als dem feinsinnigen Gespür für Zwischentöne. Nun lebt Rachmaninovs Musik ja gerade von dieser klanopulenten Dramatik, von diesem großzügigen Umgang mit Melodie und Klang. Barry Douglas bietet demnach eine spielerische und spieltechnische Meisterleistung, die in komplettem Einvernehmen mit der Konzeption des Dirigenten steht. Interessant ist es, das von Douglas sechs Monate früher eingespielte 2. Klavierkonzert zum Vergleich heranzuziehen. Diese ebenfalls grandiose Aufnahme mit Michael Tilson Thomas und dem London Symphony Orchestra wirkt weitaus kontrollierter, moderner und gediegener als diese zutiefst russische Auslegung. Rachmaninov, Douglas und Svetlanov: Mein persönlicher Tip des Monats. Steff


Pizzicato Septembre 08


Supersonic

J. Brahms: Frühe Klavierwerke I (Sonate Nr. 2 op. 2, Variationen op. 9, Balladen op. 10); Hardy Rittner (Pianoforte Streicher); 1 SACD MDG 904 1494-6; 2007/08 (66’53)

Sylvain Cambreling sagte von ihm: "Hardy Rittner ist einer der interessantesten jungen Künstler, die ich kennen gelernt habe". In der Tat ist der 1981 geborene deutsche Pianist eine echte Musikerpersönlichkeit. Mit seiner ersten CD beim renommierten Label MDG hat er nun ein faszinierendes Projekt begonnen: Die Einspielung der frühen Klavierwerke von Johannes Brahms auf Instrumenten seiner Zeit. Hier handelt es sich um einen wunderbar klingenden Hammerflügel von Johann Baptist Streicher aus dem Jahr 1851. Dass das Instrument so schön, durchsichtig und abgerundet klingt, aber ist ein Verdienst des jungen Pianisten, der sich seine Charakteristiken und Qualitäten völlig zueigen gemacht hat. Diese wurden zudem hervorragend  eingefangen, und die SACD-Wiedergabe trägt das Ihre zur klanglichen und räumlichen Feinheit der Einspielungen bei.
Hardy Rittner beweist eine seltene Sensibilität. Kein Akzent klingt aufgesetzt, alle Nuancen werden aufs Feinste wiedergegeben. Bei diesen Interpretationen versteht man Robert Schumanns Brahms-Begeisterung: "Und er ist gekommen, ein junges Blut, an dessen Wiege Grazien und Helden Wache hielten."
Seit Svjatoslav Richter habe ich die Mischung von Vorwärtsstürmen und Zurückhaltung in der Sonate fis-Moll op. 2 nicht mehr so kontrastreich, so intensiv, so klug strukturiert gehört, und das will doch schon was heißen: Rittners Verständnis des Scherzos und seine Kunst der Gestaltung des Finalaufbaus ist herausragend.
Überzeugend sind ebenfalls die selten gehörten 'Variationen über ein Thema von Robert Schumann' op. 9 gestaltet. Hier gibt Rittner jeder Variation ihre Farbe, ihr Gewicht und ihre fein herausgeschälte Struktur. Seine Interpretation der Balladen, in Schumanns Todesjahr 1856 entstanden, kann ebenfalls mit den besten mithalten. Nie verliert sich der Pianist in Details, doch spielt er alle aus, und immer hat er dabei das Ganze vor Auge und gestaltet mit klug aufgebauten Melodiebögen (4. Ballade), mit subtilen Differenzierungen und sensiblen Klangeinfärbungen eine Atmosphäre, die dem Werk völlig gerecht wird.
Nach einem derart optimalen Einstieg darf man sich bereits auf die nächste Rittner-Einspielung des frühen Klavierwerks von Brahms freuen: Vorgesehen sind die Sonaten Nr. 1 und Nr. 3. GW


Pizzicato Septembre 08

Supersonic

R. Schumann, E. Elgar: Klavierquintette; Lars Vogt, Klavier, Christian Tetzlaff, Radoslaw Szulc, Antje Weithaas, Violine, Tatjana Masuremko, Viola, Gustav Rivinius, Claudio Bohorquez, Cello; 1 CD Avi 8553127; 05/07 (65’52)

Zwei neue CDs vom Heimbach-Festival, das seinem Namen 'Spannungen' wieder einmal alle Ehre macht! Lars Vogt und seine Getreuen bieten mit viel Spielfreude und Kommunikationsfähigkeit aufregende Kammermusik auf höchstem Niveau. Wenngleich die erste CD mit ausschließlich Werken für Klarinette während 70 Minuten schon etwas einseitig ist, steht die musikalische Leistung außer Frage. Es ist ein purer Genuss, Sharon Kam zuzuhören, und von den vorgestellten Werken stechen insbesondere das Quartett für Klarinette und Klaviertrio von Paul Hindemith sowie Danse von Manfred Trojahn hervor.
Besser erscheint mir die Koppelung auf der zweiten CD, wo dem bekannten und beliebten Klavierquintett von Robert Schumann das weit weniger bekannte Klavierquintett von Edward Elgar gegenübersteht. Eine reizvolle Ergänzung, denn Elgar zeigt auf, wie sich die Quintett-Musik im frühen 20. Jahrhundert entwickelt hat und dabei die Tradition des 19. Jahrhunderts fortführt. Die Interpreten distanzieren sich bei Schumann von einem zu romantischen, bei Elgar von einem zu pathetischen Klangbild. Stattdessen lassen sie beide Werke in gewohnt spielfreudiger und virtuoser Manier erklingen. Die schlanken Linien und die feurigen Rhythmen, der gefühlsvolle Ausdruck und die transparente Spieloptik, alles bleibt wohldosiert und in jedem Moment dem Werk verpflichtet. Natürlich spürt man den persönlichen Einsatz deutlicher als in anderen Einspielungen, auch steht die Kommunikationsfreude vor der intellektuellen Auslegung, aber gerade das sind ja auch die Stärken der Aufnahmen vom Heimbacher Spannungen-Festival. Steff

Pizzicato Septembre 08



Supersonic

G. B. Fontana: Sonate a 1. 2. 3; Ensemble Almageste; 1 CD Arion Arn 68759; 04/07 (61’12)

"A un commencement était la mélodie, la mélodie s’est faite chair, elle était l’incarnation heureuse et hédonique du divin." Cette citation que nous avons extraite du livret accompagnant cette superbe production, résume à elle seule la légitimité essentielle de ce CD. La musique instrumentale, on l’oublie trop souvent, plonge ses racines dans le terreau fertile et millénaire du chant dont elle n’était qu’une redite artificielle. Les Sonates de Giovanni Battista Fontana (1589-c.1630) se caractérisent par une écriture instrumentale si typiquement vocale et contrapuntique que l’on se trouve toujours pris entre un modo antico, tenant plus du madrigal polyphonique et un modo nuovo obéissant aux lois du baroque avec ses monodies ou dialogues accompagnés d’une basse continue. Certains thèmes de ces sonates ont d’ailleurs un caractère quasi-grégorien si prononcé, que les musiciens n’ont pas hésité à les faire précéder d’intonations de plain-chant issu de l’ordinaire de la Messe, transformant ainsi ces chefs-d’œuvre en messe instrumentale. Le divertissement culturel devient ainsi un exercice spirituel. Cette stratification de la musique est tout à fait saisissante et nous gratifie d’une œuvre riche et diversifiée. L’ensemble Almageste nous en livre d’ailleurs une interprétation juste, équilibrée et finement ciselée. PiRath

Pizzicato Septembre 08


Supersonic

J.S. Bach: Matthew Passion - Bachs last performing version, c.1742; Dunedin Consort & Players, N. Mulroy, Evangelist, M. Brook, Jesus, J. Butt, dir; 3 CDS Linn Ckd 313; 09/07 (161’16)

Chef-d’œuvre absolu, qui est d’ailleurs à l’origine de toute la renaissance baroque, la Passion selon Saint Matthieu bénéficie d’un énorme engouement populaire et discographique. La grande particularité de cet enregistrement est de renoncer aux traditionnelles masses chorales au profit d’un ensemble vocal soliste. En effet, il est de notoriété que le grand Cantor de Leipzig n’avait à sa disposition qu’un effectif vocal très réduit et souvent encore de petite force. En optant pour un chœur de solistes, John Butt restaure l’équilibre originel entre les solistes, l’orchestre et le chœur tel que Bach le vivait au quotidien et qui conditionnait la composition de l’œuvre.
Le constat le plus important de cette expérience est en fait la balance parfaite qui existe entre ces trois protagonistes et qui se vit ici sans la moindre contrainte. La plasticité du contrepoint s’en trouve accrue: l’on peut faire dialoguer choeur(s) et soliste(s) sans devoir forcer sur les uns ou freiner les autres. Toutes ces différentes masses sonores se trouvent sur un parfait pied d’égalité. Le seul point qui nous interpelle vraiment, et qui demande encore un certain temps d’accoutumance, c’est la légèreté de certains chœurs de foule, que l’on a trop l’habitude d’entendre 'vociférer' par les grandes masses chorales 'Lass ihn kreuzigen!' et qui perdent ici toute leur agressivité acerbe. Mais cette 'non-agressivité' des chœurs s’inscrit parfaitement dans la conception globale de cette interprétation qui, et c’est un autre point fort important, renonce aux lourdeurs du 16’ instrumental au profit d’un violone (12’) dans chacun des deux orchestres. Le vision de John Butt est donc presque parfaitement authentique. A ce stade de curiosité historique, il aurait peut-être dû faire appel à des sopranos de garçons pour les deux chœurs et il aurait eu l’effectif exact, tel qu’il était à la disposition du Cantor à Leipzig. PiRath


Pizzicato Septembre 08
Bulletin de commande
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Bach - Buxtehude - Telemann
German Baroque Cantatas
Gli Angeli Geneve
Chef d'orchestre: Macleod, Stephan
Telemann, Du aber Daniel, gehe hin - Bach, Ach, dass Ich Wasers g'nug hätte, Ich habe genung BWV 82 - Buxtehude, Jesu meines Lebens, Bruhns, Jauchzet dem herren alle Welt
Sony Classical 202685-050-88697225032 (1 CD Audio)
23.50

Bach, Johann Sebastian
Matthew Passion
Dunedin Consort & Players
Chef d'orchestre: Butt, John
Susan Halmilton, soprano, Cecilia Osmond, soprano, Clare Wilkinson, alto, Annie Gill, alto, Malcom Bennett, tenor, Brian Bannatyne-Scott, bass
Linn Records 103828-004-313 (3 SACD)
36.50

Brahms, Johannes
Early Piano Works Vol.1
Interprète: Rittner, Hardy
Sonata No.2 Op.2, Variationen ûber ein Thema von Robert Schumann Op.9, Ballades Op.10
MDG 104060-004-90414946 (1 SACD)
23.00

Elgar, Edward - Schumann, Robert
Piano Quintets
Interprète: Vogt, Tetzlaff, Weithaas, Szulc, Masurenko, Rivinius
Schumann, Klavierquintet in E flat major Op.44 - Elgar, Klavierquintet in A minor Op.84
Avi music 702546-004-8553127 (1 CD Audio)
22.00

Fasch, Johann Friedrich
Orchestral Music
Tempesta di Mare
Chef d'orchestre: Ngai, Emlyn
Ouverture grosso in D, FWV K:D8, Concerto in B flat, FWV L:B3, Concerto in D, FWV L:D15, Andante in D, FWV L:D15
Chandos records 202444-004-0751 (1 CD Audio)
22.50

Fontana, Giovanni Battista
Sonate A 1.2.3
Ensemble Almageste
Sonatas 2-6, 9, 11-13, 15
Arion Music 202689-006-68759 (1 CD Audio)
15.00

Mahler, Gustav
Symphony No.10 in F sharp
Wiener Philharmoniker
Chef d'orchestre: Harding, Daniel
Deutsche Grammophon 502049-050-4777347 (1 CD Audio)
23.00

Mozart, Wolfgang Amadeus
Piano Concertos No.21 K 467, No.12 K 414
Prague Chamber Orchestra
Chef d'orchestre: Badura-Skoda, Paul
Interprète: Badura-Skoda Paul, piano
Transart 502121-006-154 (1 CD Audio)
22.50

Rachmaninov, Sergei
Piano concertos No.1 & 3
Russian State Symphony
Chef d'orchestre: Svetlanov, Evgeny
Interprète: Douglas, Barry
Pianos Concertos No.1 in F sharp minor Op.1, No.3 in D minor Op.30
RCA Victor Red Seal 601895-050-88697279722 (1 CD Audio)
23.00
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