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Stürmend und drängend, mit scharfen, wuchtigen Akzenten setzt das Orchester ein. Philippe Herreweghe, ein Meister im Neubeleuchten tradierter Interpretationsmodelle, kann hier mit dem präzise agierenden Royal Flemish Philharmonic gleich zu Beginn überraschen.
Eine Spannung entsteht, die sich nicht mehr verlieren wird. Es ist faszinierend zu verfolgen, wie hier Spätklassisches in der Orchesterbehandlung auf Martin Helmchens virtuos-leichten, frühromantischen Gestus trifft. In der Konfrontation von rhythmischer Prägnanz in den Ecksätzen und der Versonnenheit der beiden Adagios zeigt sich die ästhetische Spannung der Werke. Helmchen und Herreweghe gelingt ein Spagat: der kräftige Zugriff des Dirigenten im Orchestersatz vereint sich mit dem spielerischen Virtuosenfeuerwerk des Pianisten.
Uwe Schneider
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