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Eine Sternstunde der deutschen Musikgeschichte gibt es jetzt erstmals überhaupt auf Tonträger: die völlig überraschende Rückkehr des legendären Pianisten Vladimir Horowitz nach über 50 Jahren nach Berlin, in die Stadt, in der er 1926 seine internationale Karriere begann. Als die Berliner Festspiele das in keiner Planung stehende Konzert in der Berliner Philharmonie ankündigten, stand die Musik- und Medienwelt Kopf, die Karten waren binnen weniger Stunden ausverkauft und die Schwarzmarktpreise für Tickets erreichten astronomische Höhen. Das Konzert in der Philharmonie am Nachmittag des 18. Mai 1986 wurde zu einem gefeierten Ereignis in Anwesenheit der gesamten Politik- und Kulturprominenz Berlins. Das Berliner Publikum empfing den "letzten Romantiker" mit stehenden Ovationen. Und die Klangmagie des großen Künstlers war ungebrochen: "Wer einmal das Pianissimo von Horowitz erlebt hat, wird es nie mehr vergessen", schrieb der Tagesspiegel nach dem Konzert, und die Bildzeitung titelte "Berliner weinten in der Philharmonie".
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